ʿĀbəd Šēma ban Bārāka ban Ab'rām Priester und ʿabtā
- Manuskriptvermerke
- Originalsprache
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- עבד יהוה בן ברכה בן אברהם
- Geschlecht
- Konfession
- Geographischer Wirkungsbereich
- Damaskus
- Wirkungsdaten
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- 1390–1430
- Beziehung
- bib. Referenz
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- Alan D. Crown, A Catalogue of the Samaritan Manuscripts in the British Library, London: British Library, 1998, S. 405, Nr. 147.
- Datenquelle
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- lokaler Datensatz
- Bemerkung
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- Der Titel חפתאה (ʿabtā) – belegt u. a. auch in den Schreibweisen עבתאה, חפתה, עפתה,
הבתה, חבתה oder עבתה und auf Arabisch als الحفتاوي – ist im untersuchten Textkorpus
hauptsächlich als einem jeweils individuellen Namen nachgestelltes Attribut belegt
und im Unterschied zu den meisten der hier verwendeten Ehrentitel mit einer individuellen
Eigenschaft seines Trägers verbunden. Der Titel ist auch in der Liturgie und anderen
samaritanischen Quellen häufiger bezeugt, zum Teil als ein innerhalb der Gemeinde
hervorgehobenes, von einer konkreten Person unabhängiges Amt, das offenbar levitischen
Priestern vorbehalten und dem Hohepriester beigeordnet war. In der jüngeren Geschichte
und in der Gegenwart ist dieses Amt innerhalb der samaritanischen Gemeinschaft jedoch
nicht mehr bekannt.
Zum historischen Entstehungskontext des Amtes eines ʿabtā fehlen frühe, eindeutige Quellen. Aufgrund der etymologischen Herleitung von einer aramäischen Wurzel, ist mit Ben-Ḥayyim seine Entstehung in der Zeit zu suchen, in der Aramäisch die Umgangsprache der Samaritaner war, d. h. vor dem 12. Jh.; siehe Ben-Ḥayyim, »לחקר הלשון השומרונית«, S. 89. Darüber hinaus vermitteln spätere Quellen wie der Kitāb at-Taʾrīḫ des Abū l-Fatḥ aus dem 14. Jh. sowie liturgische Texte aus dem 14. und 16. Jh. Indizien zum einen dafür, daß das Amt im Rahmen der von Bāba Rabba durchgeführten Reformen etabliert wurde, zum anderen dafür, daß der ʿabtā ein dem Hohepriester zur Seite gestellter Priester als Ausleger bzw. Übersetzer der Schrift ins Aramäische oder eine Art Vorbeter fungierte.
Da die Träger des Titels im untersuchten Textkorpus fast alle in einer direkten genealogischen Linie miteinander verwandt waren, der Titel aber syntaktisch die Positionen eines dem Namen vorangestellten Ehrentitels wie auch die eines Familiennamens einnehmen kann, ist nicht eindeutig zu klären, inwieweit der Titel im konkreten Fall ein Amt oder eine Familienzugehörigkeit bezeichnet.
Die bisher umfassendste Darstellung zum Titel ist zu finden bei Zeʾev Ben-Ḥayyim, ”לחקר הלשון השומרונית“, in: Tarbiẓ 10/1 (1938), S. 86–89; vgl. auch Florentin, LSH, S. 316–318.
- Der Titel חפתאה (ʿabtā) – belegt u. a. auch in den Schreibweisen עבתאה, חפתה, עפתה,
הבתה, חבתה oder עבתה und auf Arabisch als الحفتاوي – ist im untersuchten Textkorpus
hauptsächlich als einem jeweils individuellen Namen nachgestelltes Attribut belegt
und im Unterschied zu den meisten der hier verwendeten Ehrentitel mit einer individuellen
Eigenschaft seines Trägers verbunden. Der Titel ist auch in der Liturgie und anderen
samaritanischen Quellen häufiger bezeugt, zum Teil als ein innerhalb der Gemeinde
hervorgehobenes, von einer konkreten Person unabhängiges Amt, das offenbar levitischen
Priestern vorbehalten und dem Hohepriester beigeordnet war. In der jüngeren Geschichte
und in der Gegenwart ist dieses Amt innerhalb der samaritanischen Gemeinschaft jedoch
nicht mehr bekannt.
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